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Aktennotiz vom 18. September 2003 zum Vernehmlassungs- und Entscheidbericht Parklandschaft St. Jakob vom 8. April 2003 der Regionalplanungsstelle beider Basel

1. Schlussfolgerung (sog. "Entscheid") in Ziff. 4.8 des Vernehmlassungsberichts

Die Regionalplanungsstelle hat "entschieden", dass eine vertiefte Betrachtung des Projekts eines Schwimmzentrums in der Brügglinger Ebene "nicht angezeigt" sei (vgl. S. 17 des vorgenannten Berichts). Begründet wird die Schlussfolgerung mit den folgenden zwei Argumenten:

2. Stellungnahme zum ersten Argument

Mit dem ersten Argument verkennt die Regionalplanungsstelle die Tatsache, dass das Projekt bereits vor Aufnahme der Planungsarbeiten am 19. Juni 2001 der Öffentlichkeit präsentiert und in der Presse darüber berichtet wurde (BaZ vom 20. Juni 2001, Nr. 141, S. 27 und Basellandschaftliche Zeitung (bz) vom gleichen Tage, S. 27). Die Stiftung selbst wurde am 29. Juni 2001 in das Handelsregister eingetra­gen. Bekanntlich ist auch das Handelsregister öffentlich. Das Projekt selbst wurde ausführlich auf einer Website (www.schwimmzentrum.ch) präsentiert. Ein detaillierter Businessplan wurde im Sommer 2002 fertiggestellt und in der Presse besprochen (bz vom 9. Juli 2002, S. 21 und BaZ vom 6. August 2002, Nr. 180, S. 21). Es wäre also an der Regionalplanungsstelle gewesen, bei Aufnahme der Planungsarbeiten im November 2001 an die bereits seit Monaten existierende Stiftung als Betroffene heranzutreten. Spätestens im Sommer 2002 hätte sich eine derartige Kontaktnahme aufgedrängt.

Abgesehen davon hat die Regionalplanungsstelle die im Zusammenhang mit dem Projekt verrichtete politische Arbeit vollkommen ausgeblendet. So hat sie offen­sichtlich nicht zur Kenntnis genommen, dass bereits im Juni 2001 der Grossrat Os­car Battegay zusammem mit 26 weiteren Grossräten unterschiedlichster Parteizuge­hörigkeit einen Anzug in dieser Sache an den Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt eingereicht hat. Der Anzug wurde im November 2001 vom Grossen Rat an den Regierungsrat überwiesen. Der Anzug ist auf der vorgenannten Web-site für jeder­mann einsehbar. Auch ignorierte die Regionalplanungsstelle standhaft die Arbeit in den Kommissionen der Legislativen der beiden Halbkantone. So wurde das Projekt in der baselstädtischen Kommission des Grossen Rates für Justiz, Sicherheit und Sport wie auch in der parlamentarischen Gruppe Sport des Landrates traktandiert, präsentiert und beraten. Wenn sie schon die Stiftung als quantité négligeable be­trachtet, so hätte zumindest die ernsthafte Behandlung des Projektes durch die Le­gislativen die Regionalplanungsstelle dazu veranlassen müssen, die Stiftung in die Planungsarbeit einzubeziehen. Das Verkennen der politischen Relevanz des Pro­jektes und der Willensbildung der höchsten kantonalen politischen Instanzen durch die Regionalplanungsstelle erstaunt und befremdet zugleich.


3. Stellungnahme zum zweiten Argument

Ebensowenig trifft das zweite Argument zu, wonach ein Schwimmzentrum für die Sportämter Basel-Stadt und Basel-Landschaft "kein Thema" sei. Zu bemängeln gillt es zunächst, dass aus der Feststellung nicht hervorgeht, wer denn überhaupt diese Meinung äusserte. Damit ist die Aussage von vornherein wertlos. Weiterhin gilt es festzuhalten, dass zumindest das Sportamt Basel-Landschaft in der Person des Amtsvorstehers Thomas Beugger dem Projekt nicht abgeneigt ist. Es trifft also nicht zu, dass das Schwimmzentrum in der Brügglinger Ebene "kein Thema" sei.


4. Schlussfolgerung

Da weder das erste noch das zweite Argument der Regionalplanungsstelle für die Nichtbehandlung des Projektes im Rahmen der Regionalplanungsüberlegungen stichhaltig ist, wäre eine vertiefte Betrachtung des Projektes angezeigt gewesen.

Es sei schon an dieser Stelle angefügt, dass das Schwimmzentrum nicht zu ei­nem relevanten Mehrverkehr führen wird. Ein Blick in den Business-Plan, welchen die Regionalplanungsstelle offensichtlich nicht zur Kenntnis nahm, genügt, um diese Tatsache zu belegen:

 

Insgesamt zeigt sich, dass das Schwimmzentrum keine relevanten Auswirkungen auf die Verkehrssituation haben wird. Mit diesem Argument lässt sich das Projekt nicht verwerfen. Welch weitere Argumente die Regionalplanungsstelle im Rahmen ihrer Kompetenzen gemäss § 3 des Grossratsbeschlusses vom 8. Dezember 1993 (SG 118.600) haben könnte, ist nicht ersichtlich. Der ablehnende "Entscheid" vom 8. April 2003 entbehrt somit jeder sachlichen Grundlage.

Stiftung Schwimmzentrum beider Basel
K. Feger, Mitglied des Stiftungsrates

 

Aktennotiz vom 9. September 2002 zur Möglichkeit einer Überdachung des 50m -Sportbeckens St. Jakob

1. Während der Standortevaluation des Schwimmzentrums beider Basel wurde auch die Überdachung des 50 - Meter- Beckens im St. Jakob-Freibad geprüft. Nachdem die Tribünen und Umkleidebereiche als Kaltbau eben fertig saniert waren, erwies sich der Standort damals für eine gedeckte Halle als wenig sinnvoll. Auch würde eine Überdachung die Nutzung des Freibades stark beeinträchtigen. Ferner bot der parallel als Standort geprüfte Anbau an die St. Jakob-Halle Synergien durch die Integrierung des bestehenden 25m Beckens. Es laufen auch Gespräche mit den IWB über eine eventuelle Nutzung der Abwärme, welche durch die Herstellung der Eisfläche der gleich daneben errichteten Eissporthalle entsteht.

2. Dennoch sollte die Überdachung des bestehenden 50m-Beckens des St. Jakob-Freibades als kostengünstige Variante noch einmal geprüft werden, diesmal insbesondere vor dem Hintergrund der in der Zwischenzeit für die Schwimmhalle berechneten Baukosten in der Höhe von rund Fr. 43 Mio.

3. Eine Überdachung des Beckens müsste folgende Bereiche umfassen: Tribüne, Umkleidebereiche, 50m-Sportbecken, Einschwimmbecken, 10m-Springerturm. Daraus ergibt sich eine überdachte Grundfläche von rund 4'450 m2. Die Anordnung der Funktionsbereiche sowie der Becken ist nicht für eine Überdachung konzipiert. Für eine Überdachung ergeben sich hieraus grosse Spannweiten. Sollte der Springerturm von der Tribüne aus sichtbar sein, so ist für einen Grossteil der Halle unter Berücksichtigung der Dachkonstruktion eine Höhe von ca. 17 m vorzusehen. Bei einer durchschnittlich angenommenen Höhe von 12 m und der erforderlichen Massnahmen unter der Gehfläche ergibt sich ein Volumen von rund 60'000 m3. Die Bodenbeläge müssen den hygienischen Anforderungen einer geschlossenen Halle angepasst werden. Abläufe und zusätzliche Gebäudetechnikräume - und Kanäle sind vorzusehen. Die Wassertemperatur des Hallenbades liegt bei ca. 26 Grad Celsius. Ein Aussenbecken wird in der Regel auf ca. 23 Grad Celsius beheizt. Die Investition in die Gebäudetechnik wird durch Herrn Kannewischer auf mindestens ca. 8 Mio geschätzt. Die gesamten Baukosten werden auf ca. Fr. 35 Mio geschätzt.

4. Dabei ist weder ein Sauna- noch ein Reha- oder Gastronomiebereich berücksichtigt. Ferner ist zu beachten, dass die Anlage für internationale Wettkämpfe nicht zugelassen wäre, da sie über acht statt zehn Bahnen verfügt und das Springerbecken vom 50m-Becken nicht getrennt ist. Einnahmen zur Deckung der Betriebskosten sind auf Grund dieses Konzeptes kaum realisierbar. Die Betriebskosten würden jährlich mindestens Fr. 2 Mio betragen. In einem Zeitraum von 10 Jahren würden somit Gesamtkosten von rund Fr. 55 Mio entstehen.

Für die Aktennotiz

P. Wirth

Wirth + Wirth Architekten
Leimenstrasse 47
4002 Basel

 

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